an der
Nordfassade des Wasser-Schlosses
Das Wappen der Familie
von Heynitz
An dem östlichen Renaissance-Erker
an der Nordfassade des Schlosses befindet sich das Wappen der Familien
von Heynitz und von Lauterbach, mit bezug auf Georg von
Heynitz und einer geborenen von
Lauterbach.
Die im Relief dargestellten Wappen
werden gehalten von einem Engel. Darüber in der giebelförmigen
Fensterverdachung sieht man Gottvater segnend mit der Weltkugel.
Der schwarz und gelb quergestreifte
Rock könnte darauf hindeuten, daß der Mann als sächsischer
Herold anzusehen ist.
Daran erinnert auch der grüne
Kranz mit spitzen lorbeerartigen Blättern.
bedeutende
Wissenschaftler und Staatsmänner stammen aus de Familie von Heynitz
Aus der Familie von Heynitz sind
bedeutende Wissenschaftler und Staatsmänner hervorgegangen.
So war der Nationalökonom und
Bergfachmann Friedrich Anton Freiherr von Heynitz (1725-1802) der
Organisator des Berg- und Hüttenwesens in Braunschweig, Sachsen und
Preußen.
1765,
Friedrich
Anton Freiherr von Heynitz
Ein Begründer der
Bergakademie in Freiberg
Er war 1765 an der Gründung
der Bergakademie in Freiberg beteiligt.
Nach ihm wurde in Ostfriesland 1795
ein Polder benannt. Der Heynitzpolder besteht schon über 200 Jahre.
Polder sind durch Eindeichung trockengelegtes
Land, das tiefer liegt als der Meeresspiegel und durch Ringdeiche gegen
Überfluten geschützt ist.
1847,
Einrichtungen des Bergbaus erhielten seinen Namen.
Der Heynitzstollen im
Saarland
Zu Ehren von Friedrich Anton von
Heynitz erhielten besonders Einrichtungen des Bergbaus seinen Namen.
Genannt sei hier der 1847 angehauene
Heynitzstollen in der Nähe von Neunkirchen im heutigen Saarland gelegen.
Aus diesem Stollen entstand die
Grube Heynitz und auch der dabeiliegende Ort heißt Heynitz.
Schloßberg
2 in Meißen
Der Freihof des meißnischen
Landadels
An die Heynitzer Familie erinnert
auch ein Wappenstein über der Toreinfahrt des
Grundstückes Schloßberg
2 in Meißen.
Dieses Anwesen galt als einer der
Freihöfe des meißnischen Landadels und besaß eine eigene
Gerichtsbarkeit. Im Schlußstein des Torbogens die Jahreszahl 1524,
darunter ein mittelalterliches Steinmetzzeichen. Von diesen Besitzverhältnissen
zeugt auch noch die alte Bezeichnung des Anwesens als Löthainer oder
Heynitzer Hof.
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ein Wasserschloß
Der Stammsitz seit 1334
Das
Wasserschloß Heynitz war der Stammsitz des über ganz Sachsen
verbreiteten seit 1334 hier bezeugten gleichnamigen Geschlechts. |
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Weitere
Infos:
Gemeinde
Heynitz
01683 Heynitz,
Nr. 9
Tel.: 03
552 44 - 4 12 96
Fax: 03
552 44 - 4 12 96
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Benno von
Heynitz
1912 -
1945
Bis ins 20. Jahrhundert hinein war
Heynitz im Besitz dieser Familie. Letzter Besitzer
war bis 1945 Benno von Heynitz (1887-1979).
Er lebte und wirkte hier von 1912
- 1945.
Benno
und Eleonore von Heynitz
Biologisch-dynamische
Wirtschaftsweise
Im Jahre 1912 zogen Benno und Eleonore
von Heynitz, die Tochter des Kunstmalers Gilbert von Canal, als junges
Paar in Heynitz ein.
Festlich wurden sie an der Flurgrenze
von Heynitz von Vertretern der Gemeinde begrüßt und in den Gutshof
geleitet.
Seit 1929 befaßten sie sich
intensiv mit der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise.
1930 machten sie in der Gärtnerei
und der Landwirtschaft die ersten Versuche.
Die Tatsache dieser neuen Wirtschaftsweise
fand allgemein große Beachtung.
Die
neue Wirtschaftsweise findet große Beachtung
Der landwirtschaftliche
Betrieb wird als lebendiger, individueller Organismus angesehen
Einzelne Personengruppen und ganze
Vereine kamen in den folgenden Jahren zu Besichtigungen nach Heynitz. Zur
Erläuterung, was unter der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise
zur verstehen ist, sei hier noch eine entsprechende Passage eingefügt:
„Der landwirtschaftliche Betrieb
wird als lebendiger, individueller Organismus angesehen, der auf sich selbst
gestellt ist. Das bedeutet, daß er auf eigener Dünger- und Futtergrundlage
arbeitet und chemischen Dünger sowie giftige Spritz- und Beizmittel
vermeidet.
Die Kunst liegt darin, den Boden
lebendig zu machen und zu erhalten.
Hierbei helfen ihm und den Pflanzen
Präparate, die aus Kuhdung, aus Kiesel und Heilpflanzen hergestellt
werden und die durch ihre Kräfte also dynamisch wirken.
Sie sind zu beweisen und durchaus
bei Versuchen erkennbar." |
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