Seit mindestens 654 Jahren...
gibt es in Heynitz eine Kirche,
denn in einer Urkunde aus dem Jahr 1346 wird sie zum ersten Mal erwähnt.
Über Ihre Größe
und ihr Aussehen wissen wir leider nichts.
3
Ellen höher
Umbau im Jahr 1720
Das
jetzige Kirchengebäude stammt aus dem Jahr 1720. Damals erfolgte ein
umfangreicher Umbau des schon in vorreformatorischer Zeit errichteten Gotteshauses.
Bis dahin muß es sehr
niedrig gewesen sein, denn nun wurden
seine Mauern um 3 Ellen erhöht
und eine zweite Empore eingebaut.
auch
von 1720
Der Kirchturm
Auch der Kirchturm an der Westseite
wurde zu
dieser Zeit errichtet, während
es vorher nur ein hölzernes Türmchen auf dem Dach gegeben hatte.
Interessant für uns heute:
Dieser Umbau kostete 550 Taler.
Kollekte
aus Freiberg und Leisnig hilft
Da die Heynitzer Gemeinde in teurer
Zeit das Geld nicht selbst aufbringen konnte, wurde in den Kirchenbezirken
Freiberg und Leisnig mit der Sammlung einer Kollekte geholfen, die 64 Gulden
erbrachte. |
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Weitere
Infos:
Gemeinde
Heynitz
01683 Heynitz,
Nr. 9
Tel.: 03
552 44 - 4 12 96
Fax: 03
552 44 - 4 12 96
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1842
Der zweite Umbau
Ein zweiter Umbau fand 1842 statt,
bei dem u.a. die Orgel, die bis dahin neben der Kanzel gestanden hatte,
an der Westseite über dem Eingang ihren neuen Standort erhielt.
Schon 1768 und wieder 1791 mußte
der Kirchturm ausgebessert werden, und erst 1863 erhielt er statt des Schindeldaches
ein Schieferdach.
Nach einem Blitzschlag am 3. Juli
1879 brannte er bis auf die Turmhaube ab.
Bei dem Brand hatte auch die Orgel
aus dem Jahr 1736 sehr gelitten. Sie wurde daher 1894 durch eine neue ersetzt.
eine
Seltenheit
der holzgeschnitzte Taufengel
Besonders
wertvoll, weil eine Seltenheit in sächsischen Kirchen, ist der holzgeschnitzte
Taufengel, ein Geschenk von Frau Anna Elisabeth von Heynitz, aus dem Jahre
1720.
In jüngster Zeit konnte nach
der Neudeckung des Kirchturmdaches 1960 in den Jahren 1984-1991 unsere
Kirche innen und außen von Grund auf erneuert werden. Neben den Handwerkern
haben viele durch ihre Spenden und in
über 2000 Arbeitsstunden dabei
geholfen.
Die
Kirche ist kein Museum
Trotz ihres Alters ist die Kirche
kein Museum. Sonntag für Sonntag trifft sich nun also seit 654 Jahren
hier eine Gemeinde zum Gottesdienst und lädt noch viele dazu herzlich
ein. |
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