Der größte
Ortsteil der Gemeinde Heynitz
Wendischbora
Wendischbora, der größte
Ortsteil der Gemeinde mit 340 Einwohnern, liegt 14 km südwestlich
von Meißen.
Chaussee-Geldeinnahmehaus
Es ist ein langgestrecktes ansehnliches
Dorf, dessen äußere Enden wohl eine halbe Stunde voneinander
enfernt sind. Das eine dieser Enden wird durch ein Chausseehaus markiert,
das heute noch als königlich-sächsisches Chaussee-Geldeinnahmehaus
bekannt ist (über
seiner Haustür kann man es
nachlesen).
bis 1972
eigenständige Gemeinde
Wendischbora war bis Ende 1972 eine
eigenständige Gemeinde mit den Ortsteilen Mahlitzsch und Vorwerk,
wobei das Vorwerk nicht im Ortsteilverzeichnis geführt wird.
1197 gegründet
als „Rundling"-Dorf
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Bei Wendischbora lag etwa die Westgrenze
des slawischen Siedlungsgebietes.
Gründung als „Rundling"-deutsche
Besiedlung. |
Die Kriege
brachten große Not
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Im 30-jährigen wie auch im
7-jährigen Krieg wurde Wendischbora von vielen Plünderung, Brandschatzung
und der Pest heimgesucht. |
Verbindung
nach Altzella
Wendischbora ein eigenständiges
Kloster?
Nach einigen Überlieferungen,
besonders aber nach den Sagen, die sowohl im Ort als auch in dessen nächster
Umgebung im Volke leben, soll Wendischbora ein Kloster gewesen sein.
Es läßt sich mit großer
Wahrscheinlichkeit annehmen, daß das vermeindliche Kloster nicht
mehr war, als ein Klostergut, das zu dem Kloster Altzella gehörte.
Denn für die Existenz eines wirklichen Klosters am hiesigen Orte fehlen
alle überzeugenden Beweise.
Die erwähnte Annahme, daß
Wendischbora nicht selbst ein Kloster, sondern nur ein Klostergut gewesen
sei, findet übrigens dadurch seine volle Bestätigung, daß
Markgraf
Heinrich der Erlauchte im Jahre 1276 dem Kloster zu Altzella die Erlaubnis
erteilte, die aus älterer Zeit stammende Schmelzhütte bei dem
Klosterhofe in Wendischbora wieder herzustellen.
Altes Bergbaugebiet
spurlos verschwunden
Dieser
Umstand legt übrigens Zeugnis für das außerordentlich hohe
Altertum des sächsischen Bergbaues ab und liefert den unbezweifelbaren
Beweis, daß schon in sehr früher Zeit in dieser Gegend Gruben
gewesen sein müssen.
Jetzt freilich sind diese spurlos
verschwunden,
und man weiß nicht einmal
mehr, welche Erze man hier gewann. |